Führungsimpulse: Selbstführung

Selbstführung: Energie tanken statt Energie verlieren

Die Wochen vor Weihnachten haben eine besondere Dynamik.
Jahresabschlüsse, Budgetgespräche, offene Projekte, private Termine – alles verdichtet sich. Viele Führungskräfte funktionieren noch einmal „auf Reserve“. Und genau hier entscheidet sich gute Selbstführung:
Nicht darin, noch mehr zu leisten – sondern darin, bewusst mit der eigenen Energie umzugehen.

Oder, wie es dieses einfache und wahre Zitat ausdrückt: „Du kannst aus einer leeren Tasse nicht einschenken.“

Warum Selbstführung bei Energie beginnt

Führungskräfte sind Energieverteiler. Ihre Präsenz, Stimmung und Belastbarkeit wirken direkt auf Teams, Entscheidungen und Zusammenarbeit. Wer dauerhaft erschöpft ist, arbeitet oft länger und anstrengender – aber nicht automatisch effizient.

Effizienz braucht Energie

Effizientes Arbeiten entsteht nicht durch längere Tage, sondern durch guten Energiehaushalt.

Ohne bewusstes Energiemanagement arbeitet man viel – aber nicht unbedingt zielorientiert, fokussiert oder zeitsparend. Man ist beschäftigt, reagiert, hält durch. Echte Effizienz hingegen entsteht, wenn geistige Klarheit, emotionale Stabilität und körperliche Präsenz zusammenspielen. Dann arbeitet man nicht nur mehr – sondern wirksamer.

Mein Energie-Power-Konzept: Energie ist kein Zufall

Gerne sprechen Führungskräfte über Zeitmanagement. Viel entscheidender ist Energiemanagement.

Energie entsteht dort, wo drei Ebenen bewusst gepflegt werden:

  • Körper – physische Ressourcen
  • Geist – Fokus und Klarheit
  • Emotionen – innere Haltung

Wird eine dieser Ebenen vernachlässigt, zahlt man den Preis – nicht sofort, aber zuverlässig.

Alltagstaugliche Wege, um Energie wieder aufzuladen

Gerade in der Vorweihnachtszeit geht es nicht um große Veränderungen, sondern um kleine, bewusste Interventionen.

🔋 1. Mikro-Pausen statt Durchhalten

Nicht warten, bis nichts mehr geht. Zwei Minuten bewusstes Atmen, Aufstehen oder ein kurzer Perspektivwechsel
wirken oft stärker als eine weitere Tasse Kaffee.

🔋 2. Mentale Klarheit durch Begrenzen

Nicht alles ist gleich wichtig. Ein klarer Tagesfokus reduziert inneren Druck und spart Energie. Die Frage lautet:
Was ist heute wirklich wesentlich – und was darf warten?

🔋 3. Emotionale Hygiene

Ungeklärter Ärger, innere Anspannung oder Frust kosten Energie. Nicht, weil sie da sind – sondern weil sie unterdrückt oder ignoriert werden. Kurz wahrnehmen, benennen, loslassen – das schafft Raum und Leichtigkeit.

🔋 4. Bewusste Übergänge gestalten

Zwischen Meeting und Meeting. Zwischen Arbeit und Zuhause. Zwischen Jahr und Jahreswechsel. Übergänge sind Energieschleusen. Wer sie bewusst nutzt, bleibt innerlich beweglicher.

🔋 5. Auftanken durch Sinn

Energie entsteht dort, wo Sinn spürbar ist. Nicht jede Aufgabe ist erfüllend – aber jede Woche sollte Momente enthalten, die stärken statt nur fordern. Gerade jetzt: Wie erfüllen sich durch meine Arbeit die eigenen Werte und Bedürfnisse?

Fazit: Selbstführung ist Fürsorge und Voraussetzung für langfristigen Erfolg – keine Schwäche

Energie zu managen, heißt nicht, weniger engagiert zu sein. Es heißt, verantwortungsvoll mit sich selbst umzugehen.

Denn nur wer seine eigenen Batterien kennt und pflegt, kann fokussiert, klar und wirksam arbeiten. Selbstführung zeigt sich nicht im Durchhalten, sondern im bewussten Auftanken.

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