Wirkung durch Präsenz – innere Ruhe als Führungsqualität
Führung beginnt im Inneren – und wirkt nach außen. Wie du denkst, fühlst und atmest, bestimmt, wie du sprichst, führst und entscheidest.
Deine Werte und Erfahrungen bestimmen deine innere Haltung und so formen sich deine Gedanken und färben jede Begegnung, jedes Gespräch, jede Entscheidung.
Wenn Spannung im Raum liegt
Ein Beispiel aus einer Teamsitzung:
Ein Projekt steckt fest, der Druck steigt, Stimmen werden lauter. Die Führungskraft atmet ruhig, lehnt sich leicht zurück, hört zu. Sie wartet den Redeschwall ab, stellt eine klare Frage – und der Raum verändert sich.
Die Atmosphäre kippt von hitzig zu fokussiert. Ein Moment der Präsenz reicht, um Ordnung in die Dynamik zu bringen.
Das ist keine Technik. Das ist Haltung.
Ruhe ist ansteckend – genau wie Unruhe
Führungskräfte unterschätzen oft, wie stark sie emotionale Signale aussenden.
Innere Hektik überträgt sich – genauso wie Gelassenheit.
Wer ruhig bleibt, sendet Sicherheit.
Und Sicherheit ist die Voraussetzung für Leistung, Vertrauen und Kooperation.
„Ruhe ist die höchste Form der Kraft.“ – Lao Tse
Innere Ruhe ist also kein Luxus, sondern Führungsinstrument.
Sie wirkt, bevor du ein Wort sagst.
Präsenz ist kein Zufall
Präsenz entsteht, wenn Geist und Körper am selben Ort sind.
Wenn du da bist, ohne dich in Gedanken schon im nächsten Termin zu verlieren.
Diese bewusste Aufmerksamkeit schafft Raum – für Klarheit, für andere, für Lösungen.
Sie ist das Fundament jeder Führungswirkung.
Nur wer bei sich ist, kann auch bei anderen sein.
Wie du Präsenz im Führungsalltag stärkst
1️⃣ Atem statt Aktion:
Bevor du reagierst – atme. Ein bewusster Atemzug kann mehr klären als zehn Argumente.
2️⃣ Wahrnehmen statt Werten:
Beobachte, was geschieht – ohne sofort zu bewerten: Zuerst verstehen (bedingt zuhören😊), nachfragen, akzeptieren und danach vielleicht bewerten. Das Bewerten von anderen Personen oder Meinungen ist nicht hilfreich, oft sogar schädlich! Verstehen schafft Distanz und fördert Gelassenheit.
3️⃣ Fokus statt Flut:
Setze in stressigen Momenten klare Prioritäten. Weniger Aktionismus, mehr Orientierung.
Fazit: Innere Ruhe – die leise Form der Autorität
Gelassenheit ist keine Gleichgültigkeit, sondern die Fähigkeit, stabil zu bleiben, während andere schwanken.
Sie verbindet Haltung, Emotion und Wirkung – und schafft das, was in turbulenten Zeiten am meisten gebraucht wird: Vertrauen.
Führung beginnt mit Präsenz – denn wer in sich ruht, führt andere sicherer durch Bewegung. 😌



